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Nach langer, langer Zitterpartie ist es in einer halben Stunde so weit:

Mit fassungslosem Staunen wird die internationale Moorhuhngemeinde das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union zur Kenntnis nehmen müssen.

Die schottischen Moorhühner sehen dann ihrer Ausrottung entgegen, da es für die englische Landbevölkerung keine andere Möglichkeit geben wird, den Bedarf an ungechlortem Hühnerfleisch zu befriedigen. Und auch die mannigfachen anderen katastrophalen Auswirkungen des Brexit werden den Bewohnern der skurrilen nordwesteuropäischen Insel wohl erst nach und nach klar werden.

Nur Meghan und Harry haben schlauerweise schon vorsichtshalber ihr Rettungsboot zu Wasser gelassen.

Hey, aber wir können ja noch einmal alles nachverhandeln.

In diesem Sinne: Halali!

Da trifft man sich nach Äonen mal wieder mit seinen Kumpels und hat nichts als Ärger! Dabei sollte doch von Anfang an klar gewesen sein, dass die Weltherrschaft mir zusteht. Aber nein, plötzlich will jeder ein Stück vom Kuchen ab haben…

Jetzt werden erst mal [hörnerbesetzte] Schädel krachen und [mandibelbewehrte] Köpfe rollen, bis das ein für alle Mal geklärt ist!

Das luxuriös ausgestattete Brettspiel Cthulhu Wars präsentiert sich als munteres Monsterbashing, leicht zu lernen, schwer zu meistern. Aufgrund der vielen einzigartigen Fähigkeiten, die die verschiedenen Kulte um die Großen Alten haben, kommt es immer wieder zu bösen Überraschungen. Die Spielzüge sind kurz, jeder ist schnell wieder an der Reihe, und es spielt sich nicht zuletzt deshalb schön flott, weil interessante Spielmechanismen dafür sorgen, dass jeder auch in den Spielzügen der anderen herum murksen kann. Ähnlich wie bei Chaos in der Alten Welt, mit dem Cthulhu Wars einige Ähnlichkeiten aufweist, sind die Spieler von Anfang an auf Kollisionskurs. Hier ist keine softes Monsterkuscheln angesagt, sondern es geht hart auf hart, Klaue gegen Tentakel! Böse sein macht Spaß!

Nur aufgepasst, dass Du im Eifer des Gefechts nicht alle magischen Siegel zerstörst, die unsere Realität zusammenhalten, denn sonst ist das Spiel früher zu Ende als geplant, und vom Kuchen sind nur noch ein paar Krümel übrig!

Ich muss ja immer wieder feststellen, wie unvernünftig und egoistisch die Leute sind, wenn es um Klimaschutz geht (ich natürlich nicht).

Denn schließlich kann ja keiner wollen, dass der Planet Erde, der einzige, den wir besitzen, in absehbarer Zukunft so aussieht wie der Wüstenplanet Kharak, auf den die Spielerrasse der Homeworld-Serie verbannt worden war. Dass dann alle wieder dort weg wollen, ist der Anlass für Flucht, Odyssee und Weltraumkrieg im Spiel Homeworld.

Klar, dass es hier bei uns nicht so weit kommen soll. Wir haben leider
auch im Gegensatz zu den Verbannten auf Kharak immer noch kein abgestürztes Raumschiff gefunden, dessen FTL-Antrieb wir per Reverse Engineering nachbauen könnten, so dass wir wohl noch eine ganze Weile gar nicht hier weg können (die Chinesen natürlich nicht).

Wir haben ja noch nicht einmal die Technologie und/oder die Rohstoffe, Akkumulatoren für emissionsfreie Elektrofahrzeuge in der benötigten Anzahl herzustellen, geschweige denn, sie nachts wieder mit Ökostrom aufzuladen.

Wir bringen auch nicht den Willen auf, weniger Fleisch und andere tierische Nahrungsmittel zu konsumieren, um die extrem klimaschädliche Massentierhaltung zu verringern.

Wir lassen lieber das Licht brennen, anstatt früher schlafen zu gehen, und heizen unsere Häuser das ganze Jahr über, anstatt ein zweites Paar warme Socken anzuziehen (im Sommer, wenn die Klimaaanlage läuft, natürlich nicht).

Die Scheißegal-Einstellung unserer politischen Anführer ist mittlerweile bis ganz unten durchgesickert, so dass ich vermehrt beobachten kann, dass Autos mit laufendem Motor abgestellt werden und -mit laufendem Motor- dort verlassen stehen bleiben, bis die Besatzung wieder vom Einkauf zurückkehrt. Und die Polizisten, unsere Freunde und Helfer, parken schräg gegenüber, haben aber scheinbar besseres zu tun, als das zu ahnden.

Aber ich will es besser machen.

Ich habe jetzt als nächstes Auto einen fusionsgetriebenen, quasi-autarken, hausgroßen Base Runner vorbestellt, mit dem meine Familie und ich mit mitsamt Freunden, Arbeitskollegen und Haustieren sämtlichen Transport-, Unterkunfts- und Mobilitäts-Anforderungen der bevorstehenden Zeit gewachsen sein werden. Und ganz ohne Ausstoß von schädlichem CO2.

Scheißegal, wie das Klima wird.

Nur die Vorbestellzeit von etwa 60 Jahren törnt mich ein bißchen ab.

Wenn ich gerade sowieso darüber nachdenke, kommt mir eine noch viel bessere Idee. Sollte ich weltweit der Erste sein, dem diese einfache, kostenfreie, nachhaltige* Lösung eingefallen ist?

Wir machen folgendes: Wir nutzen die sozialen Medien, um möglichst alle Bewohner des Planeten zu erreichen. Wir verabreden, dass wir dann alle zusammen gleichzeitig am, sagen wir mal, 1. Mai um 12.00 Uhr mittags gemeinsam für zehn Minuten die Luft anhalten. Da der menschliche Körper Kohlendioxid ausatmet, sollte es uns gemeinsam gelingen, auf diese Weise den CO2-Ausstoß bedeutend zu reduzieren.

Genial, nicht? Greta, Du Schulschwänzerin, da kannst Du einpacken!

Also, nicht vergessen, am 1.Mai um 12.00 Uhr.

Spread the word!

Klimaschutz lebt vom Mitmachen (ich natürlich nicht).

Das ist mal ein Intro-movie, das sich gewaschen hat. Eine zeichnerisch so gut dargestellte Schlachtszene habe ich, glaube ich, noch nie gesehen.

Ash of Gods kopiert schamlos sowohl Stil als auch Spielmechanik der gefeierten Banner Saga, wirbt jedoch mit einer einzigartigen Spielwelt, basierend auf den (hierzulande unbekannten) russischen Fantasy-Romanen, mit einer hochgradig interaktiven Geschichte („Roguelike Storytelling“) und vielen Möglichkeiten, ein böses, böses Ende zu nehmen.

Wer will, kann das Spiel auch ganz ohne Kämpfe vollständig als interaktiven Roman spielen. Das Setting spricht mich auf jeden Fall mehr an als das des Vorbilds, so dass ich trotz des dreisten Plagiats zugreifen würde, wenn, ja wenn ich nicht den Eindruck hätte, dass die Qualität der Texte erheblich zu wünschen übrig lässt.

Wenn ich so viel lesen soll, und die Story-Bausteine noch dazu per Spielmechanik wild durcheinander gewürfelt werden, braucht es schon eine ambitionierte, professionelle Übersetzung, die außerdem noch immer wieder sorgfältig auf Stimmigkeit in Bezug auf die vielen verschiedenen Handlungsstränge geprüft werden muss, um mich als Leser bei der Stange zu halten. Wie das im russischen Original ist, möglicherweise eng angelehnt an die Romanvorlage, kann ich leider nicht beurteilen. Aber die englischen Texte, die man bei diversen Let’s plays zu sehen bekommt, wirken bestenfalls nüchtern und zweckmäßig.

Bezüglich deutsche Sprache/schwere Sprache darf man wohl noch Schlimmeres befürchten, so dass ich es vorerst weiter beim Staunen über die gelungenen Videosequenzen belassen werde.

Happy equinox!

Heute war ich wieder zum Bogenschießen im Wald. Obwohl die letzten Tage Matschwetter angesagt war, schien heute Mittag die Sonne zu verlockend. Also, nichts wie los und durch den Wald gepirscht auf der Suche nach nichtsahnenden Baumstümpfen, die ich zu „erlegen“ versuche.

Mittlerweile habe ich mir dort zusätzlich eine Art Parcours aufgebaut, Baumscheiben oder Totholzstümpfe als Ziele an strategischen Stellen platziert, fast wie beim Minigolf.

Abgesehen von guter Funktionskleidung habe ich ein paar Utensilien angeschafft, um meine Ausrüstung zu vervollständigen.

  • Krönchen für die Pfeilspitzen, damit die Pfeile sich nicht bis über die Federn ins Erdreich eingraben können. Seitdem habe ich keinen Pfeil mehr verloren.
  • Bogenköcher, damit nichts mehr klappert, ich alles in einer Hand habe und nicht mehr mit den Pfeilen im Unterholz hängen bleibe.
  • Slingbag mit allem Übrigen: kräftiges Messer, Leatherman-Tool, Ersatzsehne, -spitzen, -nocken, Thermosflasche, Unterarmschutz, Schießhandschuh, Taschentücher, Handy, Lappen zum Abwischen der Pfeile.

Zugegeben, das Foto oben ist von letzter Woche, Schnee lag heute keiner mehr. Das nasse Wetter der letzten Tage sorgte auch für eine ungeplante Abenteuereinlage, als ich nach einem Weitschuss über den See am gegenüberliegenden Steilhang bei dem Versuch, den Pfeil zu bergen, auf dem lehmigen Boden so dermaßen ins Rutschen kam, dass ich beinahe im Wasser gelandet wäre. Ich habe dann den geretteten Pfeil immer wieder in den Hang spießen müssen, um mich daran und an Ranken, Wurzeln und Bäumchen hochzuziehen.
Und eine liebe, mir nahestehende Person sagt mir immer: „Mach doch nicht immer so statischen Sport, mach doch mal wieder mehr was dynamisches.“ Danke, also, dynamisch war es heute ohne jeden Zweifel. Könnte ich eigentlich nur noch dadurch toppen, dass ich zusätzlich ein erlegtes Wildschwein den Hang hoch schleppe.
Bisschen was wildschweinmäßiges hatte ich bestimmt selbst an mir, als ich schließlich grunzend und dreckig wieder oben war.

Und ich muss gestehen: Es war eine Mordsgaudi..!