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Was tut ein desillusionierter Möchtegern-CRPG-Bastler, wenn er (wieder einmal) im Zweifel ist, welche Sachen in einem Computer-Rollenspiel Spaß machen?
Richtig, zurück zu den Wurzeln, ein Fantasie-Rollenspiel muss her.

Da klar war, dass am Wochenende spielwillige Freunde zu Besuch kommen würden, habe ich die kurzerhand für meine grausamen, unethischen Experimente missbraucht. Die armen Ahnungslosen dachten, sie würden Spaß haben! *Myhahharhar-harf-harrf!*

Doch wie vorgehen? Die alten, einfachen DSA-Basisregeln hatte ich nicht mehr parat, und alles andere erschien mir zu kompliziert, es musste ja vor allem auch ein einfacher Einstieg möglich sein. Meine Internet-Recherche brachte mich dann auf Dungeonslayers. Das hatte alles, was ich suchte: Einfache Regeln, frei und kostenlos verfügbares Spielmaterial, erleichterter Einstieg. Bingo.

Als Meister muss man etwa zehn Seiten Regeln lesen, dann kennt man sie gut genug, um losspielen zu können. Als erstes Abenteuer empfiehlt sich FirstSlay, die Schnellstartanleitung.
Als Spieler muss man gar nix wissen, man setzt sich an den Tisch, sucht sich einen Bleistift und einen vorgefertigten Stufe-1-Charakter aus, schenkt sich noch einmal Wein nach und lehnt sich zurück.
Wenn man, wie wir, so etwas längere Zeit (will sagen, Jahrzehnte) nicht mehr beziehungsweise noch nie gespielt hat, ist man angenehm überrascht, mit welcher Leichtigkeit man sich in der Spielwelt Caera zurechtfindet.

Die Remineszenzen an alte Zeiten sind für mich alten Hasen offensichtlich und erfüllen mein Herz mit nostalgischer Freude. Gleichzeitig ist das Regelsystem aber stromlinienförmig und glasklar, ganz anders als damals(TM), als es meist unterschiedliche Möglichkeiten gab, die Regeln auszulegen, was oft zu langen Diskussionen führte. Hier sieht man, dass bei Dungeonslayers eine Menge Erfahrung eingeflossen ist und seit 2008 eine stetige Weiterentwicklung stattgefunden hat.
Die Spielercharaktere kommen mit wenigen Grundwerten aus und werden über eine große Auswahl an Talenten individuell gestaltet.
Ganz besonderes Lob verdient das Proben- und Kampfsystem, das elegant mit einem einzigen W20-Wurf auskommt. Kämpfe werden so rasant ausgefochten, wie man es sich schon immer gewünscht hat!
Der Titel des Systems ist ein wenig irreführend, natürlich ist das Spielen in abgeschlossenen Dungeons am Anfang für den Meister einfacher, aber DS eignet sich ebenso hervorragend für ausgewachsenes Rollenspiel und kann ohne Weiteres auch an eigene Bedürfnisse angepasst werden.

———

Und meine Freunde, die armen Opfer?
Die riefen nach mehr.

Fazit: Unbedingt ausprobieren!

One Comment

  1. Hier geht mal wieder nichts ohne Kyras Senf 🙂 :

    Dungeonslayers – ein altmodisches Rollenspiel.
    So steht es schon auf dem guten, alten Charakterblatt, das Meister Uranochos für jeden von uns sogleich bereitgelegt hatte. Und ein wunderbar altmodisches Rollenspiel mit sämtlichem nostalgischen Charme („Ich klopfe mal die Wände ab“) wurde es. Wir armen Narren des Schicksals waren für alle Schandtaten bereit angereist und wurden nicht enttäuscht.
    Das Spielsystem ist wirklich gut überschaubar, bei den Proben und Kämpfen werden die Würfelpunkte mit (den Charakteren entsprechenden) Abzügen gegengerechnet, und so geht es quasi wirklich Schlag um Schlag und macht fetzig Spaß.

    Super Idee, Uranochos!

    Mehr!


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