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Shawarma

Ja, ich gebe es zu: Manchmal genieße ich es, so zu tun, als wäre ich wieder zwölf. Die Marvel-Superhelden im grottigen Vierfarbdruck haben mir während meiner Pubertät getreulich zur Seite gestanden.

Und mich irgendwie für den Rest meines Lebens geprägt, schätze ich. Herrn Joss Whedon (Geheimtipp: Serenity) scheint es ähnlich zu gehen, sonst hätte er womöglich die Regie des Avengers-Films nicht übernommen…

Für die jüngeren Zuschauer ist der Streifen wahrscheinlich ein typisches Effekt-Feuerwerk, gut gemacht, hochkarätig besetzt, professionell umgesetzt. Für mich, wie wohl für alle, die mit den Comics aufgewachsen sind, überzeugt der Film vor allem durch die gelungene Charakterisierung der Helden, die Schauspieler (Edward Norton hat mir allerdings als Dr Bruce Banner viieel besser gefallen in dem ansonsten schwachen Hulk-Film), die ihren Figuren treu bleiben, und die haufenweise eingebauten Insider-Gags.

———

Captain America: „And, Hulk—“

Hulk: [Blickt gereizt zurück über die Schulter.] „Hurrrgh?“

Captain America: „—Smash!“

Hulk: [Grinst und springt auf das nächste Gebäude.]

———

Die Sammlernatur in meinem Inneren würde sich noch über die bisher fehlenden Filme zu Natasha Romanova (Jetzt hätte ich doch beinahe geschrieben „Kerensky“, doch das ist eine andere Geschichte und soll darum ein andermal erzählt werden.) alias Schwarze Witwe und Clint Barton aka Hawkeye freuen, denn das sind sehr interessante Figuren mit jeder Menge Potential, doch damit ist wohl nicht mehr zu rechnen. Schade eigentlich, denn mit Superhelden ohne Superfähigkeiten kann man sich leichter identifizieren.

Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend, denn der nächste Weltuntergang kommt bestimmt, wie man Galactus‚ Grinsen am Ende unschwer entnehmen kann.

Also genießt Euren freien Tag, Ihr Superhelden, und guten Appetit!

3 Comments

  1. Den Film habe ich leider noch nicht gesehen, jedoch habe ich mir die ersten vier Bände der gerade erschienenen Marvel Comic Sammlung geleistet. Incl. Lieferung des Edward Norton Hulk Films und POW-Kaffebechers (Nächstes Mal gibt es die „WHAM“ Umhängetasche. Und ich bin begeistert, da es immer in sich abgeschlossene Geschichten sind. Es sind 6 amerikanische Ausgaben in einem Hardcoverband enthalten.

    Spiderman, X-Men, Ironman und Thor sind bisher erschienen.
    Jeweils mit Einführung und Autoren- und Zeichnervorstellung.
    Und immer besondere Momente im Leben unserer geliebten Helden.

    Mir hat bisher besonders die Geschichte von Thor gefallen (v. J. Michael Straczynski = Babylon 5), der ansonsten eher nicht zu meinen Lieblingshelden zählte.
    Aber hier wird die Geschichte neu begonnen, bei der Thor Asgard dieses mal in den mittleren Westen in die Nähe einer Kleinstadt manifestiert. Da kommen neben den üblichen Weltuntergansproblemen und göttlichen Verschwörungen auch ganz kleine Probleme auf den Tisch. Wie lautet die Postadresse von Asgard, wie schließt man eine über dem Boden schwebende göttliche Heimstatt an die örtliche Kanalisation an. Und bringt Fandral im Gegenzug zum Blaubeerkuchenrezept wieder Met mit zur Ortsratsitzung.

    Das war schon immer die Stärke von Marvel gegenüber den DC Helden. Die Menschlichkeit, Schwächen und „Realitätsnähe“.
    Wer konnte nicht immer schon mit Spiderman fühlen, wenn er zu Hause sein Kostüm zusammennähen mußte, nachdem er die Welt gerettet hatte.

    Ähnliches erwarte ich von guten NPC´s. Sie sollten Ecken und Kanten haben, die sie glaubhaft und interessant machen. So entwickle ich auch meine eigenen PC`s. Es macht halt mehr Spaß, auch eine Hintergrundgeschichte zu seinem Helden zu haben anstatt nur Skills.

  2. Mein Lieblingszitat von Spidey war immer: „Und wenn die Welt ein Smoking wäre, dann wäre ich ein gebrauchter Turnschuh.“
    Da hat er gerade herausfinden müssen, dass seine neue Freundin sich nur an ihn herangeschmissen hat, um über ihn als Assi an der Uni vorab an die Prüfungsfragen heranzukommen.
    Da rettet er die Stadt und ist trotzdem nicht vor diesen zwischenmenschlichen Katastrophen gefeit, das hat mir immer gut gefallen.

    • Kleine Anmerkung noch zu Joss Whedon, der hat nämlich die X-Men Story aus o.g. Sammlung geschrieben und damit auch einige neue Grundlagen zur X-Men Welt geleg (Hat mir gut gefallen). Teile daraus wurden dann für den dritten X-Men Film verwendet, leider eher chaotisch schlecht. Zuviel Story, zu viele handelnde Personen in einen Film gepackt und den Überblick verloren. Gutes Timing ist eine Gabe!


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